Homepage der Klinik für Kinder- und Jugendrheumatologie im St. Josef-Stift Sendenhorst

Therapie bei rheumatischen Erkrankungen

Medikamente | Krankengymnastik | Ergotherapie | Kältetherapie | Elektrotherapie | Entspannungstherapie | Bewegungsbad | Psychologische Betreuung

Medikamente

Behandlungsmöglichkeiten bei rheumatischen Entzündungen

Bild Medikamentengabe
Es ist schwer verständlich, dass die Ursache einer rheumatischen Entzündung nicht in einer Infektion, einem Sturz oder einer anderen von außen auftretenden Störung liegt. Auch wenn die eigentliche Ursache des Kinderrheumas noch nicht klar ist, bestehen zahlreiche erbliche Einflüsse sowie eine überschießende Reaktion des Immunsystems, die letztlich zur rheumatischen Entzündung führt. Ziel der medikamentösen Behandlung ist es daher, diese überschiessende Entzündungsreaktion zu bremsen. Dies lässt sich allgemein mit entzündungshemmenden Medikamenten gut erreichen. Man unterscheidet verschiedene Substanzgruppen.

Nichtcortisonhaltige Antirheumatika

Zur Behandlung akuter Krankheitszeichen wie Gelenkschwellungen und Schmerzen werden die sogenannten nichtcortisonhaltigen Antirheumatika eingesetzt. Diese Substanzen sind für das Kleinkindalter häufig auch als Suspension (Saft) verfügbar und werden bezogen auf das Körpergewicht eingesetzt, so lange eine akute Gelenkentzündung besteht. Alle Medikamente sollten individuell zwischen Familie und Behandler besprochen werden.

Bild Zeichnung Maus
In der Patientenschulung werden diese Medikamente auch als "Mausmedikamente" bezeichnet, da sie einen sehr schnellen Wirkeintritt haben, jedoch gegen die Entzündung nicht besonders stark wirksam sind. Sie dürfen nicht auf nüchternem Magen oder bei einer akuten Magen-Darmerkrankung eingenommen werden.

Cortisonpräparate

Das am stärksten wirksame Medikament ist ein körpereigenes Hormon, dass sogenannte Cortisol. Seit der Entdeckung des Cortisols vor mehr als 50 Jahren hat man mit diesen Medikamenten sehr intensiv gearbeitet und sehr unterschiedliche Erfahrungen gemacht.

In der Nebenniere des Menschen werden verschiedene Substanzen gebildet, die unter dem Oberbegriff "Cortison" zusammengefasst sind und wesentliche Impulse auf die Regulation des Wasserhaushaltes, des Zuckerstoffwechsels und der Körperregulation, insbesondere bei Stress haben. Eine langdauernde Entzündung ist für den Körper eine Streßsituation, die er durch eine erhöhte Ausschüttung sogenannter Glukocorticoide beeinflusst. Der Arzt kann wesentlich gezielter diese Substanzen zur Injektion in entzündete Gelenke oder als Augentropfen zur Anwendung an einem entzündeten Auge verabreichen.

Auch eine Gabe von Cortison in akuten Situationen, z.B. schwerer Allergie, einem akuten Schub einer rheumatischen Erkrankung kann sehr wichtig sein. Entscheidend ist, dass Cortisonpräparate möglichst durch erfahrene Kinder- und Jugendrheumatologen in enger Absprache mit den Eltern eingesetzt werden, damit man mögliche Langzeitnebenwirkungen dieser Substanzen vermeidet oder frühzeitig erkennt. Allgemein gilt, je länger eine Cortisonbehandlung erfolgt, um so niedriger sollte die Dosis sein und um so wichtiger ist eine regelmäßige Kontrolle auf Nebenwirkungen.

Bild Zeichnung Tiger
In der Patientenschulung hat Cortison das Symbol eines Tigers, da es eine starke entzündungshemmende Wirkung hat, schnell wirkt, aber auch eine gefährliche Substanz sein kann, die nicht ohne ärztliche Führung an- oder abgesetzt werden darf.

Basismedikamente

Zur Beeinflussung der Langzeitaktivität der Erkrankung sind Medikamente erforderlich, die die gesteigerte Aktivität des Immunsystems herabsetzen. Diese Medikamente sind als sogenannte Basismedikamente oder langwirksame Antirheumatika im Sprachgebrauch. Dies meint, dass diese Medikamente bei einer chronisch rheumatischen Entzündung über Monate bis Jahre regelmäßig eingesetzt werden müssen, um die Krankheitsaktivität zu kontrollieren und eine möglichst umfangreiche Wiederherstellung des früheren Bewegungsumfangs zu erreichen.
Gängige Basismedikamente sind Methotrexat (MTX), welches in den letzten 20 Jahren die Behandlung des entzündlichen Rheumas entscheidend verbessert hat. Für dieses Medikament gibt es auch im Kindes- und Jugendalter umfangreiche Studien, so dass sowohl die Dosierung, als auch die Langzeitanwendung und die Nebenwirkungen relativ gut untersucht sind. Trotzdem sollte die Entscheidung über die Medikamente einem erfahrenen Kinder- und Jugendrheumatologen überlassen sein.

Weitere Alternativen für die Langzeittherapie sind Sulfasalazin, Cyclosporin A, Azathioprin, die Antimalariamittel Chloroquin und Hydroxychloroquin und weitere, derzeit nicht mehr sehr gebräuchliche Medikamente.

Insgesamt haben die Basismedikamente die Aufgabe, dass Immunsystem zu regulieren und so den knorpelschädigenden Prozess im Gelenk zu behindern. Der Entzündungsprozess führt zur Freisetzung entzündungsfördernder Eiweiße, die Knorpel und Gelenkstrukturen zerstören können.

Bild Zeichnung Nilpferd
In der Patientenschulung werden die Basistherapeutika mit der Figur des Nilpferdes belegt. Dies soll ausdrücken, dass es sich um eine besonders kraftvolle und starke Therapie gegen die rheumatischen Entzündung handelt. Allerdings dauert es Wochen bis Monate, bis der Therapieerfolg beurteilbar ist.

Biologics

In den letzten Jahren ist es gelungen, gegen einzelne Entzündungseiweiße, spezielle Antikörper zu entwickeln. Diese neuen, sehr teuren und gentechnologisch hergestellten Medikamente sind Vertreter einer neuen Medikamentengeneration, der sogenannten „Biologics“. Sie richten sich gegen bestimmte Entzündungseiweiße und behindern so ein Fortschreiten der Entzündungsreaktion im Gelenk. Bei fehlendem Ansprechen auf klassische Basistherapeutika werden Biologics durch kinder- und jugendrheumatologische Spezialisten gelegentlich in Kombination mit klassischen Basistherapeutika eingesetzt. Die Entscheidung hierzu sollte bei schwer beeinflussbarem Krankheitsverlauf mit 5 und mehr entzündeten Gelenken durch einen kinder- und jugendrheumatologischen Spezialisten getroffen werden.

Aufgrund des erst einige Jahre währenden Einsatzes dieser Biologics bestehen noch keine umfangreichenden Erfahrungen zu Langzeitnebenwirkungen in der Kinder- und Jugendrheumatologie.
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Krankengymnastik

Bild Krankengymnastik
Willkommen bei uns in der Kinder-Krankengymnastik

Was genau ist Krankengymnastik?

Rheumakranke Kinder können ihre Gelenke oft aufgrund von Schmerzen und Schonhaltung nicht mehr so gut bewegen. Krankengymnastik ist eine Therapie, um die Beweglichkeit der Gelenke wieder zu verbessern bzw. wiederherzustellen.
Die krankengymnastische Therapie findet bei uns täglich statt und hilft den Kindern, sich wieder normal und schmerzfrei zu bewegen.

Unsere wichtigsten Ziele sind:

Bild Krankengymnastik
Wie wird das gemacht?

Gerne leiten wir auch deine Eltern während deines stationären Aufenthalts als Co-Therapeuten an. So können sie die von uns gezeigten Übungen mit dir regelmäßig zuhause durchführen.

Was gibt´s sonst noch?

Und sonst?

gestalten wir die täglichen KG-Anwendungen möglichst aufregend und interessant, damit du jeden Tag wieder gerne zu uns kommst.
Bei den "geLENKig-Tagen" lernst du eine Menge über die Funktion und Benutzung deiner Gelenke sowie den Unterschied zwischen gesunden und entzündeten Gelenken.
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Ergotherapie

Bild Ergotherapie
Hallo, ich bin s euer Max!
Wie ich sehe, möchtet ihr gerne mehr über das Thema Ergotherapie wissen.
Ich möchte euch das mit Bildern und Texten erklären.

Hier im St. Josef Stift in Sendenhorst sind die Ergotherapeuten hauptsächlich für die rheumatischen Erkrankungen der Finger- und Handgelenke zuständig.

Sie erklären zum einen, wie ein normales Gelenk aufgebaut ist, und wie es durch eine rheumatische Erkrankung verändert werden kann. Zum anderen wird in der Einzelbehandlung die Beweglichkeit der Finger und Handgelenke gemessen, und bei Bewegungseinschränkung ohne Schmerzen durchbewegt und die Muskulatur gestärkt.

Bild Mädchen mit Gelenkschutzschienen
Außerdem werden verschiedene Gelenkschutzregeln erklärt und eingeübt, um einen möglichst guten Gebrauch der Gelenke bei Bewegung oder in Ruhe zu erzielen. Damit es nicht zu einer Gelenkfehlstellung kommt, werden auch häufiger Hilfsmittel verordnet, wie z.B. Stiftverdickungen, Bügelscheren oder Buchstützen.

Grundregeln des Gelenkschutzes sind:

Bild Ergotherapie Hilfsmittel
Denn wichtig ist: Bewegung tut gut, nur eine Überbelastung und Fehlbelastung schadet den Gelenken.
Wenn es bei einigen Gelenken durch Schmerzen und Schonhaltung schon zur Fehlstellung gekommen ist, müssen Schienen zur Korrektur angefertigt werden.
So gibt es z.B. Handfunktionsschienen für Handgelenke, oder Fingerringe, wenn die Finger schlecht gestreckt oder gebeugt werden können.
Bild Scheren und Griffverdickungen
Wenn nötig, werden vom Ergotherapeuten noch Beratungen bei der Hilfsmittelversorgung zur täglichen Pflege des Körpers angeboten, z.B. wie kann ich selber meine Nägel schneiden, oder, wie kann ich selber meine Schuhe schließen. Vielleicht sind hierzu auch Hilfsmittel erforderlich, die der Ergotherapeut anpasst und die Benutzung mit dir einübt.

Außerdem werden von den Ergotherapeuten verschiedene Gruppentherapien angeboten, wie z.B. Knet- oder Handgruppe. Bei den "geLENKig-Tagen" bringen dir die Ergotherapeuten die Gelenkschutzregeln bei und zeigen dir viele Hilfen für den Alltag.
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Kältetherapie

Bild Kältekammer
Die Kältetherapie, auch Kryotherapie genannt, wird bei akuten und chronischen Entzündungen angewendet. Im Physikunterricht hast Du erlernt, dass sich Material im gefrorenen Zustand verändert. Die Kältetherapie verengt das Gewebe, die Blutbahn und die Schmerzrezeptoren. Dadurch trägt die Kältetherapie zur Schmerzlinderung bei und sorgt dafür, dass Schwellungen zurückgehen. Weiterhin bewirkt die Kältebehandlung, dass in der Zeit der Kühlung weniger neue Entzündungszellen- und eiweiße gebildet werden.
Es gibt hier im St. Josef-Stift drei verschiedene Formen der Kryotherapie:

1. Kältekammer-Behandlung

Bild Kind kommt aus Kältekammer
Die Kältekammer besteht aus zwei Räumen, einer Vorkammer mit einer Temperatur bis 60° C und einer Hauptkammer-Temperatur bis -120° C. Dort ist es also viel kälter als am Nordpol.
Diese Therapie wird vom Arzt verordnet. Gemeinsam mit anderen Kindern und evtl. einem Elternteil besuchst Du dann, unter Aufsicht eines Arztes, die Kältekammer. Voraussetzung hierfür ist, das Du keine Erkältung hast. Bevor Du die Kältekammer betrittst, wirst Du mit einem Mundschutz, Ohrenschutz und festem Schuhwerk ausgerüstet. Zusätzlich ist es wichtig, dass Deine Haut und Dein Haar trocken ist, damit bei Dir keine Erfrierungen auftreten. Zunächst wirst Du mit der Gruppe in die Vorkammer geführt, um dich an die hohen Minus-Temperaturen zu gewöhnen. Anschließend gehst Du mit der Gruppe in die Hauptkammer, wo Du Dich zwischen 30 Sekunden bis maximal 3 Minuten aufhalten kannst. Viele Kinder empfinden den Aufenthalt in der Kältekammer als "cool" und fühlen sich hinterher besonders fit für den Tag.
Wie lange Du in der Kältekammer bleiben möchtest, kannst Du selbst entscheiden.

2. Kaltluft-Behandlung

Bild Kaltluft-Behandlung
Das Kaltluftgerät sieht aus wie ein riesiger Staubsauger. Im Kaltluftgerät selber ist flüssiger Stickstoff, der für eine Temperatur von -180° C sorgt. Aus einem langen Schlauch mit Handgriff kommt dann ein kalter Nebel. Hiermit werden deine erkrankten Gelenke jeweils 2 Minuten gekühlt.

 

3. Eisbeutelbehandlung

Bild Mädchen mit Eisbeuteln
Bei dieser Behandlung werden zunächst Kunststoffbeutel mit gestoßenem Eis gefüllt und anschließend möglichst luftleer verschlossen. Diese Beutel werden dann eng an die betroffenen Gelenke angelegt. Zwischen Haut und Eis wird ein Baumwolltuch gelegt, damit es keine Erfrierungen gibt. Die Eisbeutel sollen etwa 20 Minuten angelegt bleiben, weil erst dann tritt die Wirkung eintritt. Kühlst Du Deine Gelenke zu kurz, kommt es zum entgegengesetzten Effekt: das Gewebe wird mehr durchblutet und die Schmerzen können sich dadurch sogar vermehren.
Alle Kälteanwendungen haben eine Nachwirkungsdauer von etwa 3-4 Stunden. Aus diesem Grunde werden im St. Josef-Stift die Kältetherapien 5x – über den Tag verteilt – angewendet.
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Elektrotherapie

Bild Elektrotherapie
Elektrische Ströme und Ultraschall werden zur Behandlung verschiedener rheumatischer Erkrankungen bei Kindern und Jugendlichen eingesetzt.
Sie tragen zur Schmerzlinderung, Entzündungshemmung und zur besseren Durchblutung von Haut und Muskulatur bei.
Es gibt unterschiedliche Stromformen. Welcher Strom eingesetzt wird und in welchem Bereich, entscheidet dein behandelnder Arzt.
Diese Ströme werden größtenteils zur Schmerzlinderung oder zum Einbringen von Medikamenten eingesetzt.

1. Ultraschall

Im Schallkopf werden mechanische Wellen erzeugt, wodurch das erkrankte Gewebe massiert wird. Dieses bewirkt eine Mehrdurchblutung in dem behandelten Bereich. Als Kontaktmittel zur Haut wird ein entzündungshemmendes Medikament in Salbenform auf den Schallkopf aufgetragen. Durch die Ultraschallwellen dringt dieses Medikament in
Das Medikament und die Phonophorese muss der Arzt verordnen. Mit Hilfe des Ultraschalls wird das Medikament in die Tiefe deines Erkrankungsherdes geschleust und führt dort zur Linderung des Schmerzes.

2. Jontophorese

Bild TNS-Anwendung
Bei der Jontophorese handelt es sich um eine niederfrequente Stromtherapie. Hier wird über die Hautelektroden, die mit einer entzündungshemmenden Salbe benetzt sind, das verordnete Medikament in die tieferen Gewebsschichten transportiert. Im elektrischen Feld wandert das Medikament in die entzündeten Sehnen und Schleimbeutel und führt zur Abschwellung und Schmerzlinderung.

3. TNS-Anwendung

Die TNS-Therapie wird zur Schmerzlinderung durchgeführt. Du kannst sie nach genauer Einweisung durch den Arzt und häufiger Kontrolle durch die Krankenschwester später selbstständig durchführen. Es handelt sich um ein batteriebetriebenes Gerät, das aussieht wie ein Game- Boy. Kleine Gummiplättchen (Elektroden) werden an der Schmerzzone auf die Haut geklebt. Mittels Kabel wird nun der Strom durch die betroffene Körperzone geleitet. Die Stromstärke kannst Du selber einstellen. Du spürst nur ein mildes Kribbeln, Pochen oder Vibrieren. Das Ziel ist es, die Nerven so zu reizen, dass die körpereigenen Schmerzen nur noch abgeschwächt empfunden werden. Für die Dauer der Anwendung wird eine Beschwerdelinderung erreicht, die auch noch einige Zeit anhält. Besonders empfehlenswert ist die Anwendung unmittelbar vor und während der Krankengymnastik, um dadurch eine bessere Beweglichkeit der Gelenke zu erreichen.
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Entspannungstherapie

Bild Snoezelen-Raum
Wenn du einmal genau überlegst, fallen Dir bestimmt eine Menge Dinge ein, bei denen sich Dein Körper verspannt und unangenehm anfühlt: die Anspannung vor einer wichtigen Klassenarbeit, die Angst vor einer aufregenden Situation oder aber wenn Du zu lange unbequem gesessen hast. Auch Schmerzen, wie man sie bei einer rheumatischen Erkrankung haben kann, führen häufig zu Verspannungen. Es schmerzen dann nicht nur die betroffenen Gelenke, sondern möglicherweise der Rücken oder andere Muskelgruppen.

Aus diesem Grund gibt es Entspannungstherapien, die – wie der Name schon sagt – die verspannten Körperpartien wieder ent-spannen sollen. Auch bekannte Musiker oder Sportler wenden solche Methoden vor großen Auftritten oder wichtigen Wettkämpfen an, um so ruhiger und lockerer zu werden. Es ist somit auch eine prima Methode gegen Schulstress.

Es gibt sehr unterschiedliche Möglichkeiten, solche Entspannungsverfahren zu erlernen. Es findet jeden Donnerstag eine Entspannungsgruppe statt, du kannst es dir aber auch erst einmal allein von unserem Psychologen zeigen lassen. Auch für die ganz Kleinen und sogar für die Eltern gibt es ein Entspannungsangebot.

Im St. Josef-Stift wird vor allem die Tiefmuskelentspannung durchgeführt, bei der du einen Teil deiner Muskeln nach bestimmten Vorgaben anspannst und nach kurzer Zeit wieder entspannst. Das ganze passiert im Schneckentempo, aber du wirst spüren, dass sich der Erfolg schnell einstellt: deine Muskeln werden nach und nach immer lockerer und ein angenehmes Schweregefühl macht sich breit. Auch Entspannungsgeschichten, Fantasie- und Körperreisen untermalt mit ruhiger Musik gehören dazu. Probiere es einfach mal aus!
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Bewegungsbad

Bild Bewegungsbad
Viele Kinder und Jugendliche gehen gerne schwimmen und das könnt ihr auch bei uns, denn es ist ein fester Bestandteil der Therapie. Das Bewegungsbad, so wird es bei uns genannt, findet in 32 Grad warmen Wasser statt.
Es soll helfen, die Muskeln zu entspannen, mögliche Fehlstellungen zu behandeln und die Gelenke zu entlasten.
Da man sich in so einer Art Schwerelosigkeit befindet, lassen sich Bewegungen viel leichter ausführen. Und das schönste ist: es macht auch noch jede Menge Spaß.
Allerdings solltet ihr nicht länger als 30 Minuten in dem warmen Wasser bleiben, da dies für akut entzündete Gelenke nicht sinnvoll ist.
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Psychologische Betreuung

Bild Gespräch mit dem Psychologen
Bei den meisten Berufen in einem Krankenhaus weiß man immer sofort, was einen dort erwartet und was die so machen. Aber ein Psychologe? Was macht der eigentlich genau?
Die wohl kürzeste Umschreibung, wie die Tätigkeit eines Psychologen aussieht, ist: Er beschäftigt sich mit den Gefühlen, Gedanken und dem Handeln der Menschen.

Wenn man eine Erkrankung wie Rheuma hat, ist es so, dass die Gedanken und Gefühle manchmal ganz schön durcheinander geraten: man hat z.B. Angst vor Spritzen, macht sich Sorgen, wie es weiter geht oder grübelt über die unterschiedlichsten Dinge. Vieles darf man plötzlich nicht mehr und man fragt sich: Was nun? Oder: warum ich? Bei all diesen Dingen, die mit Deiner Krankheitsbewältigung zu tun haben, kann Dir ein Psychologe durch Beratung und Therapie helfen. Das Gleiche gilt auch für Schmerzen; vor allem für solche, die länger anhalten. Auch hier gibt es psychologische Möglichkeiten, um mit den Schmerzen besser umgehen zu können. Denn Beschwerden haben immer auch einen psychischen Anteil.

Bild Gedanken – Gefühle – Handeln
Aber natürlich kannst Du mit mir auch über alle anderen Themen sprechen, die Dich beschäftigen: z.B. wenn Du Probleme in der Schule oder zuhause hast, wenn Dich eine Sache ganz besonders traurig macht und belastet oder wenn Du als Jugendlicher Fragen zur Berufsplanung hast. Es ist ganz egal, was es ist. Wichtig ist, einen Anfang zu machen und die Sache in Angriff zu nehmen. Und damit Du es weißt: Ich habe genau wie ein Arzt Schweigepflicht.

Nun weißt Du in etwa, was ein Psychologe macht. Aber wie macht er das? Es gibt viele Möglichkeiten. Da richte ich mich ganz nach Dir. Manche Kinder und Jugendliche reden gerne, manche mögen lieber Spiele, mit denen man ein Problem bearbeiten kann. Aber auch Malen, Comics, Basteln, Filmen oder andere kreative Methoden gehören zu meinem "Handwerkszeug". Und all das kann man zu zweit machen oder auch in einer Gruppe. Vielleicht hast Du auch Lust, eine Entspannungsmethode zu lernen oder mit einer Traumreise abzutauchen in die Welt der Fantasie. Übrigens eine tolle Möglichkeit, etwas gegen Schmerzen zu unternehmen.

Das beste ist, wir lernen uns erst einmal in Ruhe kennen. Denn das „Sich-Kennen-lernen“ ist sehr wichtig, wenn man sich einem Psychologen anvertrauen will. Also ich freu' mich auf Deinen Besuch.
Arnold Illhardt (Diplom-Psychologe)
Telefonnummer: 02526/300-1491 (mein AB beißt nicht, meldet mir aber, wenn jemand angerufen hat)
illhardt@st-josef-Stift.de
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